Über "Verbotene Städte"
Die Seilscheiben der meisten Fördertürme drehen sich schon lange nicht mehr. Auf den Zechengeländen des Ruhrgebiets herrscht Ruhe und Stillstand. Außerhalb dieser ausgedienten Industrieflächen nimmt das Leben seinen gewohnten Gang.

Viele der stillgelegten Zechen, Kokereien, Hütten- und Stahlwerke sind mittlerweile für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine gute Gelegenheit, hinter die Mauern der einst "verbotenen Städte" zu schauen, die heute – restauriert oder halb verfallen – einen ganz besonderen Reiz ausüben. Die ehemaligen Musterzechen und Schlüsselbauwerke der Industriearchitektur repräsentieren eindrucksvoll eine längst vergangene Ära des Ruhrgebiets.

Die Eindrücke, die man beim Besuch der alten Industrieareale gewinnt, stehen im krassen Gegensatz zur harten Arbeit unter Tage oder am Hochofen. Manche der Zweckbauten und Industriebrachen wirken heute fast malerisch. Eine Umschreibung, die man eigentlich nur aus Reiseprospekten oder Fremdenführern kennt.

Auf dieser Website werden eine Reihe von Industriedenkmälern des Ruhrgebiets vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei aber nicht auf der fotografischen Dokumentation der Industrieanlagen als Ganzes, sondern auf der "Schönheit" einzelner Details und ungewöhnlicher Perspektiven: Maschinenteile und Armaturen sowie Ein- und Ausblicke, die man als Besucher erst bei genauem Hinsehen oder auf den zweiten Blick wahrnimmt. Die Faszination besteht im Spiel von Licht und Schatten, das den Mauern, Fenstern und Gegenständen einen eigenen, sehr speziellen Charme verleiht. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Objekt schief, abgewetzt oder verrostet ist - im Gegenteil. Erst diese "Patina" sorgt für die sonderbare Ästhetik dieser industriellen Relikte.

Die Fotos auf den ersten beiden Seiten wurden im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern aufgenommen [Artikel]. Auf einem virtuellen Rundgang können Sie sich einen Überblick über die auf den Folgeseiten gezeigten Fotos verschaffen [Rundgang].
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